"Internethetze gegen Karl Lauterbach"

»Der Hass stellt alles in den Schatten, was ich bisher erlebt habe« beklagt sich der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und der SPIEGEL fragt sich: "Wie hält der Mann das aus?" Vielleicht muss man sich als Magazin auf das Erleben Einzelner beschränken - sich dem gesamten Volk - politisch korrekt: der gesamten BewohnerInnenschaft - zu widmen, ist aufwändig und kostet Zeit für die Recherche. Keine Frage, Morddrohungen überschreiten jedes Maß an moralisch oder gesetzlich zulässiger Kritik, Verwünschungen bis in den Tod ebenso. Dergleichen ist nicht diskutabel. Das man Herrn Lauterbach nicht mehr sehen oder hören möchte, ist dagegen ein verständlicher Wunsch, der noch dazu sehr leicht zu realisieren ist. Man muss nur einfach einmal "abschalten", wenn sein Name oder sein Bild auftaucht. Verpassen wird man nichts. Er warnte, er warnte, er warnte und er warnt. Zur Zeit warnt er vor "Lockerungen" und der "Dritten Welle". Das diese "Warnungen" von der aktuellen Regierung zur Basis des Handelns gemacht werden - ob Herr L. das nun will oder nicht - birgt für Millionen Menschen sowohl das Gefühl eines unendlich währenden Arrest als auch der Vernichtung ihrer Lebensgrundlage. Das eben nicht darum geht, hier und da einmal auf eine Party zu verzichten, wie viele Anhänger der Corona-Glaubensgemeinschaft postulieren, scheint auch für ihn nicht zu zählen. Viele Menschen haben Angst vor Corona und dem Mißmanagement bei der Impfvorsorge, viele aber auch vor den politischen Folgen der ständig verlängerten aber wirkungslos bleibenden "LockDowns" - und Angst macht aggressiv. Sie entschuldigt keine Mordrohungen, sie spiegelt aber die Verzweiflung wider, die Herr Lauterbacht, und nicht nur er, kaum wahrzunehmen scheint. Die Menschen brauchen Hoffnung, und nicht auf eine Zeit ohne Corona, sondern auf eine sichere Existenz.

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0