Polizistin mit Herz(-chen)

Eine Beamtin macht das Herzchensymbol! Die Politik steht Kopf - Die Obrigkeit ist fassungslos! In den sozialen Netzwerken herrscht Aufregung. Nun, die herrscht aber angeblich immer, wenn sich Politiker und -innen kritisiert fühlen. So sollen Nena's Äußerungen zu Kassel in den sozialen Netzwerken ebenfalls umstritten sein. Doch nimmt man sich aber die Kommentare zu diesem WeLT-Artikel vor - übrigens auch ein soziales Netzwerk - kann von Umstrittenheit in Bezug auf die Polizistin nicht die Rede sein. Umstritten ist vielmehr die Reaktion des CDU-Ministers, der eine "eine Prüfung dienstrechtlicher Konsequenzen für nötig" erachtet. Keine Frage, Polizistinnen und Polizisten müssen besonderen Anforderungen gerecht werden. Bestimmte Handlungen die bei der übrigen Bevölkerung noch an der Grenze zur Strafbarkeit "kratzen" dürfen, müssen selbstverständlich tabu sein; weitergehendes muss unmöglich sein.

Das gilt übrigens auch für andere Beamte, Lehrer und sonstige "Staatsdiener". Doch muss sich in der letzten Zeit etwas grundlegend geändert haben. Denn wenn sich ein vor BLM hinkiender Polizist von den sozialen Netzwerken gefeiert wird, wenn die sozialen Netzwerke es reichlich belustigend finden, Demonstrationen gegen den verordneten Hausarrest von der Polizei mittels Wasserwerfern auflösen zu lassen, erscheint es bedenklich, eine Polizitin wegen eines Herzchensymbols einer dienstrechtlichen Würdigung ihres Verhaltens zu unterziehen. Kann es sein, dass die Beamten gerichtliniert werden und zwar darauf, was "gut" und was "böse" ist? Nun, eine Filmpolizistin im "Öffentlich-Rechtlichen-Rundfunk" - und zwar im "Tatort Rostok" stellt mittels Aufklebern ihre politische Nähe zur Antifa dar, was niemand im Film und auch sonst rügt. Wenn man sich in diesem Zusammenhang nur an das von der Szene häufig gebrauchte Wort "Bullensch..." erinnert, hat diese Film-LKA-Beamtin eine etwas seltsame Einstellung zu ihrem Beruf. Stellt man die Frage anders, kommt man doch wieder zu dem Ergebnis, das "irgendwer" entscheidet, ob etwas gut oder böse ist, denn gibt es eine Lehrerin oder einen Lehrer der "mit dienstrechtlichen Konsequenzen" rechnen muss, weil er seine anvertrauten Schüler/-innen*** zu den den FF-Demos treibt? Es mag wie eine Verschwörungstheorie klingen, dass da "jemand sitzt und entscheidet". Es ist bestimmt kein einzelner Mensch. Im Gegenteil. Es werden viele Menschen sein, die bestimmte Beaurteilungen "von oben nach unten" weitergeben, jeder versehen mit ein klein wenig Angst um seinen Job, seiner Karriere, um seine Position.

Und dann gibt es solche Polizistinnen die kleine Gesten machen. Die Job, Karriere und Position nicht in den Fokus ihres Daseins rücken, sondern tun was sie denken. Das es NOCH solche Menschen gibt, sollte uns mehr Beispiel sein, als das sich ausbreitende Duckmäusertum. Lesenswert zur Sache ist auch der Bayernkurier, der GUT und BÖSE für Politiker/-innen*** behandelt.

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