An den Worten soll man sie erkennen


Gesundheitsexperte für Klimawandel 27. Dezember 2020

Eine gesunde Skepsis sei ja stets angebracht, befand schon der alte Goethe, der trotz seiner hohen Kunst, manchmal auch ein ein politischer Beamter war, der seine Fahne je nacht Nutzen in den Wind hing. Eine Art Politiker, der als Johann Wolfgang von ...  "Kein Staat soll eine geheime Verbindung dulden, alle Öffentlichen begünstigen" meinte er zunächst. Nach seiner Verbeamtung wand er sich aber auch gern gegen "allzu demokratische Bestrebungen" Quelle WeLT

Sei es drum, spätestens heute wurde ein jeder belehrt wohin der Weg nach den Wünschen einiger "Spezieller" führt, der das Interview mit dem SPD Gesundheitsexperten Lauterbach in der WeLT lesen konnte. Diesmal ging es natürlich auch um die Pandemie/Epedemie und die tägliche Forderung, die Ausgangssperre möglichst noch in das übernächste Jahr zu tragen. Aber er steigerte den Unterhaltungswert, in dem er auf den Klimawandel zu sprechen kam, den er mit - Forderungen - was auch sonst - aufzuhalten gedenkt. Und diese Forderungen haben es in sich:

 

"Somit benötigen wir Maßnahmen zur Bewältigung des Klimawandels, die analog zu den Einschränkungen der persönlichen Freiheit in der Pandemie-Bekämpfung sind." Quelle WeLT

 

Was diese, aus meiner Sicht demokratiegefährdende Aussage für jeden im Einzelnen bedeutet, lassen wir an dieser Stelle offen. Immerhin sind es ja persönliche Freiheitsrechte. Aber nicht nur Aluhelme könnten zu einem bestimmten Ergebnis kommen.


Aktuelles - natürlich zu corona

Coronaleugner, Aluhüte, Gläubige, Coronaphobe - was es heute nicht alles für neue Bezeichnungen für Menschen gibt. Querdenker, Längsdenker, Lockdownlenker, Shutdownbreaker, Infectionsmaker - Was sind mir da Autos oder Fahrräder lieber. Da gibt es Querlenker, Hochlenker und Rennlenker. Und damit kann man noch was anfangen. Nämlich dorthin steuern, wo man hin will. Wenn man denn darf - und damit fängt das Elend schon an. Man zwingt sich mit jeder Bemerkung zu diesem Thema dazu, sich selbst positionieren zu müssen. Vor 30 und mehr Jahren war das im Osten unseres schönen Landes schon einmal so. Westfernsehen auf Klassenfahrt geschaut - zur Rede gestellt - Position gefordert! Damals war es aber noch einfacher: "Bist Du für den Frieden?" Klar, wer will schon Krieg - "Also, dann gugg nich' Westen!" Und schon konnte man, dämlich grinsend, das Zimmer des Lehrers verlassen. Es sei denn, man war sowieso ein Querulant. Dann ging es nicht so einfach ... Stop mal, QUERulant?

 

Also, hier meine Position, über die ich mit mir diskutieren lasse: Corona ist eine Virusinfektion, die niemand wegleugnen kann. An Covid-19 sterben Menschen, es erkranken Menschen daran schwer und teilweise mit Folgeschäden. Die Existenz der Krankheut zu verleugnen, ihre Auswirkungen in Frage zu stellen oder sie zu verharmlosen, finde ich falsch.

 

Auf der anderen Seite komme ich nicht umhin, mir Gedanken darüber zu machen, ob die Einschränkungen, die wir durch die Entscheidung der Politik auf uns nehmen müssen, akzetabel sind oder nicht. "Dann macht mal weniger Party!" klingt es mit von einem Bekannten im Ohr, den ich zu der Gruppe der Coronaphoben zähle. Recht hat er wirklich, und gleichzeitig nicht, denn das Leben besteht nicht nur aus Party - arbeiten müssen wir ja auch noch.  Müssten wir zumindest, damit es am Monatsende noch für die Miete oder Rate reicht, wir noch einmal tanken fahren können, bevor die "Kohlendioxidsteuer" uns noch mehr aus der Tasche zieht und wir was zu essen kaufen können.

Lockdown

Hat nichts mit Eisenbahnen zu tun und auch nichts damit, sich endlich mal die langen Loden abschneiden zu lassen. Besser oder eben auf deutsch ausgedrückt ist es eine "Ausgangssperre" und damit DAS Mittel der Wahl.

Hat wer eine Alternative? Ne! Wirkt der Lockdown? Keine Ahnung ...

Wahrscheinlich befiehlt ein Kapitän zur See nach Verlust des Kurses auch erstmal "Volldampf voraus!"

Na gut, ist etwas übertrieben, aber mal im Ernst. Man gewinnt den Eindruck, jeder der eine Idee hat, wie das öffentliche Leben eingeschränkt werden kann, kommt zu Wort.

  • Ausgangssperre nach 22 Uhr ... Warum nicht 21:30 Uhr oder 23 Uhr? Schläft ab 22 Uhr der Virus oder der Mensch, der am nächsten Morgen sowieso zeitig aufstehen muss, weil die Arbeit ruft?
  • Fünf Personen aus zwei Haushalten dürfen sich treffen ... Warum nicht 6 oder 4? Weil Radmuttern kreuzweise anzuziehen sind und der Virus bei 5 Personen eine übrig lässt?
  • Kinder werden nicht mitgezählt ... Warum? Übertragen die keine Krankheiten bis sie das 14. Lebensjahr überschritten haben?
  • Im Umkreis von 15 Kilometern ... Warum nicht 14 oder 20? Gut das wir keine Grundstücke wie in den USA haben, dann wäre das noch Hausarrest. Kommt es nicht auf die Menge der Menschen an, denen wir begegnen? Wenn man im Erzgebirg' spazieren geht, begegnet man auf 50 km weniger Menschen als in Leipzig oder Dresden auf 500 Meter?
  • Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen ... das finde ich nun mal nicht ganz schlecht, erspart es vielen doch das Grölen und Jaulen der Besof...en unterm Schlafzimmerfenster. Allerdings muss man sich auch vor Augen halten, das es im Mittelalter vor allem die "Säufer" waren, die die Pest und Cholera überlebt haben.

Demoverbot für "Querdenker"

Nachdem ich meine Meinung über ***Denker (und ***Denkerinnen) postuliert habe und etwas ratlos zurückbleibe, um ein neutraler Betrachter zu sein, fiel mir doch unlängst ein Buch in die Hände, das ich im angeordneten Lockdown gleich gelesen habe. Folgende Stelle möchte ich gern zum Besten geben: