Ein bischen Meckerei muss sein ...


Großes Vorhaben und doch kein Geld?

Wer wie wir als "alte" Markkleeberger die AGRA noch in Funktion kennt, weiß auch das man sich in der Zone stets Mühe gab, den Park so perfekt zu gestalten, wie es die Möglichkeiten und Beziehungen hergaben. Das Ergebnis war eine wirklich ansehnliche Anlage, in der es von der "Obrigkeit" gesteuert, häufig recht "preussisch" zu ging, dem man aber ansah, das er eben genannter "Obrigkeit" wichtig war. Siehe auch hier

Heute "erstrahlt" das Weiße Haus wieder recht weiß, was zu Zonenzeiten weniger der Fall war und die Parkordnung scheint noch aus damaliger Zeit zu stammen. Doch weniger der Parkordnung sollte zunächst die Aufmerksamkeit des interessierten Besuchers (m/w/d) gelten, als mehr dem Logo mit der zum scheinbaren Ziel gewordenen Zeile "Natur verbindet".

Bei einem Spaziergang kommt man allerdings um die Frage nicht herum, was sich eigentlich mit der Natur verbinden soll. Böswillig, wie man es in der Politik handhabt, wollen wir hier bestimmte Sätze nicht mißverstehen, doch gehen Gehwegplatten, Pflastersteine und Asphaltstraßen im Laufe der Jahre tatsächlich eine kompostalische Verbindung mit Unkraut, Laub und herabgefallenen Ästen ein, die mitlerweile zu Schuhwerk mit groben Profilsohlen zwingt.


Raschelwald im AGRA-Park, ein Genuß für Liebhaber ...

Der Große Tunnel

Es kann ja sein, das sich alles nicht mehr lohnt, weil dem nächst ja ohnehin umfangreiche Baumaßnahmen im Park beginnen werden. Immerhin soll ja bis 2026 das Planungsverfahren für den Abriss der Brücke und den Bau eines Tunnels voll abgeschlossen sein. Wie üblich folgt danach sicher mit sofortiger Wirkung der erste Spatenstich und die Verlegung des Verkehrs unter die Erde erfolgt, spätestens, wenn die Grünen Automobile ganz verboten haben. Doch vielleicht kann man den Tunnel als Radschnellweg umnutzen, für eine Direktverbindung Berlin - Chemnitz ...

Sorry, die kleine Anmerkung musste an dieser Stelle sein. Sachlich-faktisch bleibt: der Park verwildert zusehens und wie es scheint, ist es eine Frage des Geldes, ihn zumimdest so herzurichten, das die Parkordnung nicht nur als Witz angesehen werden kann. Ebenfalls kann davon ausgegangen werden, dass das Geld für den Tunnel irgendwie und von irgendwem bewilligt wird, wenn das ganze Vorhaben nicht noch EU-förderwürdig ist.

Natürlich ist auch uns klar, dass das Geld für den Tunnel und das Geld für die "zarghafte" Pflege des Wildparks AGRA aus unterschiedlichen Töpfen verteilt wird. Doch werden beide Töpfe nicht letzten Endes vom Steuerzahler gefüllt?

Ja, und dieser (m/w/d) kommt schließlich in den Genuss, heute durch natürliche Kompostwege zu spazieren, "morgen" jahrelange Bauarbeiten zu akzeptieren und das ganze schließlich noch zu bezahlen. Es ist eine Freude ...

Wir möchten an dieser Stelle AUSDRÜCKLICH darauf hinweisen, das wir KEINESFALLS zur MISSACHTUNG der Parkordnung aufrufen oder anregen wollen. Uns geht es ausschließlich darum, einen Kontrast zu verdeutlichen, um Änderungen herbeizuführen.