Der Friedhof Zöbigker

Heute, wenn - wie man so sagt - die Einschläge näher kommen, beschäftigt man sich nicht nur mit der Geschichte unserer Stadt, sondern auch mit etwas, das man auch als letzte Station bezeichnen kann. Dem Friedhof. Vier davon gehören zur Geschichte von Markkleeberg - wir haben im Süden angefangen und einen Spaziergang zwischen den Gräbern gemacht. Die Traurigkeit, die einem solchen Orte innewohnt war fast körperlich an einem Grab zu greifen, um das herum Kerzen brannten und Puppen aufgestellt waren.

Deshalb haben wir auch mit der kleinen Geschichte zum Zöbigker Friedhof nicht gleich begonnen, sondern etwas Zeit verstreichen lassen - aus Respekt und mit tief empfundener Anteilnahme.

Der Hauptweg des (alten) Zöbigker Friedhofs

Für alle diejenigen, die den Gottesacker nicht genau verorten können, er liegt direkt an der Zöbigker Straße; rechts .


Der Friedhof auf einer historischen Luftaufnahme - damals noch von Feldern umgeben.

Natürlich ist der Friedhof auch mit der Markkleeberger Geschichte eng verbunden. So finden sich dort die Gräber von bekannten Persönlichkeiten und Familien, die die Geschicke unserer Stadt bereits lenkten, als an uns noch nicht zu denken war.

So wird der Name oben wohl jedem bekannt sein, der einmal durch den AGRA-Park lief und das Weiße Haus sah.

Zum schriftlichen Inhalt der Tafel mag sich jeder sein eigenes Bild machen. Sicher ist nur, das damals auch Eltern aus "hohen Häusern" ihre Kinder in einem wahnsinnigen Krieg verloren.

Ohne die Bedeutung anderer Persönlichkeiten der Stadt herabwürdigen zu wollen - die neben der Familie Kees wohl wichtigste Familie in Zöbigker war die, die das berühmte Zöbigker Bier herstellte. Etwas Ausführlicheres kann der interessierte Leser im Kapitel Zöbigker-Damhirsch erfahren.


Wie gefährlich die (C)Koburger Straße auch schon in vergangenen Zeiten war und wie leicht man auch damals den Zöbigker Friedhof als letzte Ruhestätte hätte finden können, zeigt ein Zeitungsausschnitt vom 31. Juli 1929, als, etwa auf der Höhe des heutigen ALDI-Marketes folgendes geschah:

Um die Laune der Leser bei dem traurigen Kapitel "Friedhof" nicht zu überspannen, zeigen wir zum Abschluss, das es auch schon 170 Jahre vor dem Cospudener See einiges an "Vergnügen" in Zöbigker gab. Und so wirbt eine Zeitungsanzeige aus dem Jahr 1856:


QUELLENAGABE

  • Die farbigen Bilder sind eigene Werke der/des Verfasser/-s.
  • Das historische Luftbild ist käuflich mit allen Rechten erworben.
  • Die historischen Zeitungsausschnitte (Schnippsel) wurden der Onlinepräsentation der https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper entnommen- Eine wirklich sehr empfehlenswerte Seite, wenn man etwas über Orte oder Begebenheiten der Geschichte von Zeitzeugen lesen will!