Gautzsch - "OSTSTRAße" oder "August-Bebel-Straße"

Man lernt ständig hinzu. So auch, das die heutige August-Bebel-Straße einstmals die "Oststraße" von Markkleeberg war. Der Beginn der Straße ist für uns zwar noch immer noch unklar - wir vermuten ihn entweder unterhalb der Coburger Straße an der Kreuzung zur Mehring-Straße - in Betracht käme aber auch der "Weiße Stern", direkt an der Coburger, zusammen mit der früheren Enthaltestelle der Sternbahn. In den Focus rückte das Thema aber durch ein "Fundstück", ein Luftbild aus dem Jahr 1911, das (Vermutung der Herausgeber) aus einem Zeppelin aufgenommen wurde. Quelle

Die Orientierung ist wohl auch für "Ur-Markkleeberger" nicht leicht, deswegen wollen wir im Folgenden auch eine kleine Hilfestellung geben.

Ganz rechts oben ist der Fuß des Wasserturms zu erkennen. Im Bereich der unteren mittleren Kreuzung trifft die heutige "Sebastion-Bach-Straße" (horizontal verlaufend) auf die "August-Bebel-Straße" (vertikal verkaufend). Im rechten unteren Bildviertel kann man die schräg verlaufende "Städtelner" erkennen. Der abgegrenze Bereich linke Mitte ist der Friedhof (Zugang von der Rathausstraße) mit Aufbahrungsbereich.

Wer sich wirklich noch nicht zurecht findet, dem hilft vielleicht dieses "Google"-Bild.

Wie nobel diese Straße einst aussah, lässt ein Bild von 1908 vermuten, das an der Ecke zur heutigen Sebastion-Bach-Straße aufgenommen wurde. An dieser Stelle beginnt eine über den "Ring" führende Kette von Villen, beiderseits der Straße, die mit dem "Schloss Rheinsberg" endete, bevor der Ring wieder die Koburger Straße erreichte.

1908 war die Straße bereits gepflastert und zweispurig mit Schienen für die "Sternbahn" belegt.

Anfangs für Verwirrung sorgte, dass, wenn es sich um die querende Sebastian-Bach-Straße handeln sollte, diese doch rechts weiterführt. Auf der Aufnahme von 1908 ist jedoch eine durchgehende Bordsteinkante zu erkennen. Aus diesem Grund verwiesen wir auf die Giebel der Häuser und konnten nur vermuten in welche Richtung fotografiert wurde. Eine weitere historische Aufnahme von der Weberstraße, gab den Hinweis, das der "Durchburch" zur "Städtelner Straße" erst später erfolgte. Wahrscheinlich war ein Baugrundstück frei geblieben, so das man den dreieckigen Zipfel zum "Körnerplatz" abschneiden konnte.


Aus der Luft ist der "Durchbruch" zur "Städtelner" gut zu erkennen. Das Dreieck ist auch heute noch vorhanden.

Der heutige Blick, so in etwa vom damaligen Standorte aus. Für jedermann einfach wiederzuerkennen. Wer genau hinschaut, erkennt noch, dass einstmals zwei Schienenstänge gelegen haben.


Interessant wäre zu wissen, warum die Villa an der Ecke "Bach-Bebel-Straße" nicht mehr steht.


Zu Ostzeiten befand sich auf dem leergeräumten Grundstück eine kleine zweietagige "Poliklinik", die "Alte" wie viele "Alte" sagen, denn die "Neue" - auch inzwischen abgerissen - befand sich am "Gautzscher Platz".


Auch wenn sich jederman heute selbst davon überzeugen kann, wie sich die "Oststraße" bzw. "August-Bebel-Straße" verändert hat und was von ihrem nun 120 Jährigem Flair geblieben ist, setzen wir dennoch ein Foto - entgegengesetzt - hier ein. Denn Straßen wie diese machen Gautzsch aus.