Das kaiserliche Postamt Ötzsch / Oetzsch

Bei der Bearbeitung der Sternbahn - Straßenbahnlinie 28 ist uns aufgefallen, dass es kaum Informationen zum alten Postamt in Markkleeberg/Ötzsch gibt. Es befand sich an der Ecke Rathausstraße / König Albert Straße (heute Friedrich-Ebert-Straße) und war das Hauptgebäude einer Art "Komplex" von dem heute nur noch das Nebengebäude steht. In diesem war zur Entstehungszeit bis nach dem Kriege - man befand sich in Markkleeberg - eine Kneipe, sorry, ein Gasthof untergebracht. Er trug den kreativen Namen "Restaurant Zur Post". Hier nun ein paar Bilder im Wandel (längst vergangener) Zeiten

Markkleeberg Ötzsch Kaiserliches Postamt 1908

Markkleeberg Ötzsch Kaiserliches Postamt 1930

Markkleeberg Ötzsch Kaiserliches Postamt 1940

Das Restaurant ist heute zu einem unserer Rathäuser geworden. Auf der folgenden Aufnahme ist es gut zu erkennen:

Markkleeberg Ötzsch Kaiserliches Postamt 1936

Markkleeberg Ötzsch Kaiserliches Postamt 1945

Natürlich ging auch der Krieg nicht spurlos an Markkleeberg vorbei - und so wie ein Wohnhaus und die Gautzscher Apotheke (gegenüber der heutigen Gallerie) von einem Flieger mit den ersten drei Bomben zerstört wurde, fiel die vierte Bombe genau auf das Postamt. Positiv daran, für die Markkleeberger war, das bei diesem kriegsentscheidenden Abwurf zumindet keine Opfer zu beklagen waren und das Erdgeschoss nach dem Krieg (bis zum Abriss) zu einem italienischen Eiscafe wurde, das tatsächlich von einem Italiener betrieben wurde.

Dem Abriss folgte in den 60er Jahren ein winzig-kleiner Stadtpark mit Springbrunnen der nach der Wende in eine Blumenrabatte umgewandelt wurde. Heute "ziert" das Trümmergrundstück tiefgrüner Rasen, eingezäunt von Maschendraht um "unbefugtes Betreten" zu verhindern.