War war denn heut' im Markkleeberg los?

Da will man "einmal" am Nachmittag - berufsbedingt - Markkleeberg verlassen und erlebt skurriles.

Kehrt man nach getanem Werk, gesteigertem Bruttosozialprodukt und höherer Steuerbemessungsgrenze zurück ins Heimatstädtchen, hat man fast das Gefühl, man störe vergnügliche Freizeit.

Den Anfang machte ein/-e Kunde/-ine eines bekannten Supermarktes an der Ecke Kirschallee/Koburger Straße, die ihren Wagen mit offener Tür startete und den Heimweg antrat.

Die Hinweise der anderen Verkehrsteilnehmer ignorierte der/die Fahrer/-in völlig - wohl mit dem Gedanken im Kopf, das alle anderen Rowdies und Kravallbrüder/-Innen sind, von denen man sich schon garnichts hupen lassen würde. So ging es dann, gut gelüftet, weiter auf die Brückenstraße, von Alteingesessenen auch "Startbahn West" genannt.

Die Rückkehr nach Markkleeberg war weniger unterhaltsam; vielmehr von Ruhe geprägt, denn nichts ging mehr. Aber auch gar nichts. Die "Startbahn" erinnerte eher an den neuen Berliner Flughafen BER als an Frankfurt, weil eben nichts mehr ging. Eine knappe halbe Stunde Lebenszeit ging dafür den Bach runter, Großzschocher zu verlassen und Gautzsch zu erreichen.


Doch auch am Ort des Herzens angekommen, führte zwar ein Weg an den heimischen Herd, aber nicht die freizeitaktive Gesellschaft, die schwungradbeschwingt die aktive Erholung am Cossi sucht. Diese bediente am Zugang zum Equipagenweg den


Ampelknopf so ungestühm, wie ein Organist moderner Schule, um den stockenden Verkehr gänzlich zum Stillstand zu bringen. Nun, das Recht sei ihnen unbenommen; es wäre wahrlich kein Spaß die Straße ohne Ampel zu überqueren. Und schon garnicht "bundesdeutsch" - denn in diesem unserem Lande können diejenigen, die zur Arbeit wollen oder von ihr versuchen heimzukehren, gern einmal im Stau stehen, wenn nur ja den CO2-neutralen Freizeitaktivist/-Innen kein Mühsal auf den nicht zu nutzenden Radweg gelegt wird. Non es avarus, abi - geht keiner mehr arbeiten - kein Stau!