"Deutschland sollte den russischen Bären nicht nur ankläffen, sondern auch beißen"

meint Peter van Dalen, ein niederländisches Mitglied des Europäischen Parlaments. Wir meinen, das man garnicht soviel fressen kann, wie man nach diesem Beitrag ko... möchte.

Ein deutsches Gericht hat bereits festgestellt, das man Deutsche ungestraft "Köterrasse" nennen darf. Doch nicht alle "Köter" beißen und noch viel weniger "Köter" beißen auf Befehl. Welcher Köter aber nun auf Wunsch eines einzelnen holländischen EU-Abgeordneten beißt, ist nicht so schnell zuklären. Wir deutsche Köter sollten jedenfalls klug genug sein, nicht jedem Wunsch aus Brüssel zu folgen.

Vielleicht mag es Gründe geben, ein braves Hündchen zu sein. Vielleicht könnten wir dann verhindern, das weitere russische Agenten mit "Nowischok" in der Unterhose einreisen und das tötlichste Gift der Welt für weitere mißlingende Aktionen importieren? Vielleicht können wir dann so fortschrittliche Kreml-Gegner wie Nawalny besser beschützen? Also dann: auf in den Kampf!

NIEMALS!


Denn abgesehen davon, das es unsere einzige Chance wäre, "Mischka" in die Wade zu beißen, wenn er sich zuvor zum Lachen auf den Rücken legt, sollten wir den 20 Millionen Toten gedenken, die ein bissiges Deutschland vor 80 Jahren im heutigen Putin-Reich hinterlassen hat. Nicht gerechnet, die Millionen bedauernswerter gefangener, verwundeter und verreckter "Köter", die damals nur auf Befehl eines Irrsinnigen ausgezogen sind, die "Untermenschen" zu verdrängen und lieber zuhause geblieben wären, um ihre Kinder in Frieden aufwachsen zu sehen.

Natürlich ist oder wäre es nicht zu akzeptieren, wenn in unserem Land "Regime-Kritiker" ermordet werden oder würden. Natürlich könnten, sollten, müssten wir diese schützen. Müssen wir dies aber auch tun, wenn diese Kritiker Ideale vertreten, die in Deutschland unter den Begriff "rechtsradikal - rassistisch - homophob" fallen würden? Die Bundesregierung hat mit der Hilfe für Herrn Nawalny offen gezeigt, das ihr die politische Einstellung eines möglicherweise-Opfers egal ist. Das ist gut und wirklich bewundernswert, denn bei der ersten Hilfe kommt es nicht darauf an.

Ob jemandem, der offen rechtsradikal - rassistisch - homophob auftritt und steile Thesen verkündet auch über die "erste Hilfe" hinaus noch Unterstützung zu teil werden sollte, lässt sich trefflich streiten. Wenn jedoch weiter geholfen wird, stehen wohl nicht nur rein menschliche Asprekte im Vordergrund. Erst recht nicht, wenn unser Land von einem einzelnen Holländer dazu aufgefordert wird.

Sicher ist jedoch eines: Eine solche Person verdient es mit Sicherheit NICHT, dass sich der deutsche Köter die Zähne bleckt und den russischen Bären beißt.


Da wir ungern Behauptungen im Raum stehen lassen, ergänzen wir den oberen Artikel mit einem Nachrichtenbeitrag des Mitteldeutschen Rundfunks. Wer den ganzen Beitrag lesen möchte, sollte hier nachsehen.

Wofür steht Nawalny?


Nawalny steht vor allem für die Kritik an korrupten russischen Eliten und Umverteilung. Mit seinen Anti-Korruptions-Kampagnen ist er zur stärksten Oppositionsfigur im Land aufgestiegen. Was man dabei nicht vergessen darf: ihm sind anti-liberale und fremdenfeindliche Positionen mindestens genauso wichtig. Mit seiner Agenda unterscheidet er sich nicht besonders von europäischen Rechtspopulisten: die Hetze gegen Moslems, Migranten oder kritische Medien. Menschenrechte oder Rechtstaatlichkeit kommen bei ihm überhaupt nicht vor. Er hat die Grenzen des Zulässigen und Tolerierbaren in liberalen Kreisen unglaublich erweitert und machte offene Fremdenfeindlichkeit hoffähig. Rechtlose Arbeitsmigranten aus Zentralasien, aber auch russische Bürger aus dem Nordkaukasus, die häufig Opfer von Polizeigewalt und Erpressung werden, stellt er als eine wichtige Quelle eben dieser Missstände dar.  Den korrupten Politikern unterstellt er, Einwanderung aus nichteuropäischen Teilen der Ex-UdSSR bewusst im eigenen Interesse voranzutreiben.

 

Welche konkreten Positionen vertritt er?


Migranten sind für ihn vor allem "illegale Einwanderer". Er spricht zwar nicht von Rassentheorie, aber von Überfremdung und natürlicher Unfähigkeit der Nichteuropäer, sich zu integrieren. Einwanderer und russische Bürger aus dem Nordkaukasus (Tschetschenien und Dagestan, Anmerkung der Redaktion)  werden von ihm als Barbaren, organisierte Kriminelle, Drogendealer, Schläger und Sexualtäter dargestellt. Mit dieser manipulativen Sprache ruft er offen zu Ausgrenzung auf.
Nach der russischen Invasion in Georgien 2008 sprach er sich beispielsweise für ein noch härteres Vorgehen gegen das Land aus. Alle georgischen Bürger sollten doch aus Russland deportiert und "das Hauptquartier der Nagetiere" mit Marschflugkörpern zerstört werden. Nawalnys Rhetorik ist übrigens voll von Tiervergleichen. Er schreibt in einem Blogeintrag: "Die gesamte nordkaukasische Gesellschaft und ihre Eliten teilen den Wunsch, wie Vieh zu leben. Wir können nicht normal mit diesen Völkern koexistieren."

 

Wie unterscheiden sich Putin und Nawalny?


Beide bedienen sich unterschiedlicher Rhetorik. Nawalny redet zum Beispiel nicht von traditionellen oder religiösen Werten - die interessieren ihn nicht. Aber die Rolle Russlands, die sieht er ähnlich wie Putin – nämlich dominant. Beide wollen ein großes und starkes Russland. Man müsse die eigenen russischen Interessen durchsetzen, wenn nötig mit Druck und Gewalt. Er sprach sich zwar gegen die Kriege in der Ukraine und Syrien aus, aber nur, weil sie zu teuer sind. Dafür plädiert er für eine eingeschränkte Souveränität der Ukraine und gegen einen bedingungslosen Rückzug von der Krim. Auch forderte er Mord an politischen Gegnern, zum Beispiel sollte man einen in London lebenden tschetschenischen Rebellenanführer um die Ecke bringen. So kommen wir zum wichtigsten Unterschied zwischen Nawalny und Putin. Alles, was Nawalny sagt, ist pure Theorie, Putin ist aber an der Macht und kann seine Vorstellungen umsetzten, ohne sie zu benennen.