In Wut vereint

Das die ZEIT einen Beitrag liefert, der zwar nicht dieThese des martialischen Titels untermauert, aber durch sein Erscheinen viel über Ansichten und menschliche Qualitäten ihrer Leser offenbart, war wohl so nicht beabsichtigt. Doch aus den Kommentare zu den herbeiphantasierten "Vereinigungen" zwischen Hooligans, Reichsbürgern, sog. "Rechten" und Aluhüten spricht ein kaum für möglich zu haltender Hass.

"Wütende vereinigt Euch" Wäre die wohl angemessene Überschrift über den Artikel der ZEIT, der sich mit der letzten Berliner Querdenker-Demonstration beschäftigt. Für diese spezielle Zeitung natürlich mit dabei Menschen, die die Nähe zu "Rechtsextremen" suchen und selbstverständlich eine Gefahr für die Demokratie sind. Dabei wollen wir natürlich auch nicht die Hooligans unterschlagen, die ebenso erwähnt werden, wie die nur am Rande genannten "Reichsbürger" und "Aluhüte". Mithin ein Sammelsurium von Menschen, die entweder einen "Schatten" haben oder einfach bösartig sind. Zumindest für die ZEIT und ihre Leser/-Innen*** (a-z).

Aber jedem steht ja eine Meinung zu und wenn die Leser dieses "Online-Angebotes" zustimmen, dann so es eben für sie so sein. Überprüfen werden es nur die wenigsten können und wenn dann sind es solche, die ihren persönlichen oder beruflichen Vorteil aus dem ziehen, was im Bundestag beschlossen wurde. Von tatsächlich neutralen Beobachtern ist uns zumindest nichts bekannt.

Da im Betrag die Ziele, Wünsche und Sprüche der Demonstrierenden kaum oder ebenfalls nur ansatzweise benannt werden, wollen auch wir uns weder für noch gegen die Demonstration stellen. Sie hat sicher, wie viele, einen Grund, doch das ist ein anderes Thema.


Widmet man sich der Kundschaft der ZEIT im Kommentarbereich, würgt man schnell den Inhalt des Mittagessens wieder hoch. Eine derartige Ansammlung von menschenverachtenden und haßerfüllten Beträgen ist in den "Leitmedien" bisher beispiellos. Wenn Bezeichnungen wie Gesindel oder Pack, die in ähnlicher Form von hochrangigen Politikern ebenfalls verwendet werden, noch die unterste Grenze der verbalen Ausfälle sind, versteigern sich die Schreiberlinge in einen fast orgasmischen Wahn, den vorherigen zu übertreffen. Dabei reicht es nicht, sich nur Wasserwerfer zu wünschen. Besser wären Hunde, die man auf Menschen hetzen solle.


Für normale Menschen ist es wohl kaum nachzuvollziehen, welches Gedankengut in den Köpfen derer verquirlt wird, damit solche Meinungen öffentlich ausgeschieden werden. Wie oft zitiert, werden aus Worten Taten und die Vorstellung, dass diese Menschen einmal Macht über andere erlangen können, ist zur Zeit noch ein Alptraum. Zur Zeit!

Die Redaktion der ZEIT scheint aber bei solchen Äußerungen keinen Anlass zu sehen, einzuschreiten. Sie entfernt lieber die Beiträge, auf die sich die Hasstiraden beziehen:


Anfangs war man überzeugt, dass es sich um einen Bösling handelte, der krude Verschwörungstheorien verbreiten wollte. Aber die "Antworten" auf den entfernten Artikel lassen vermuten, das nichts an rechtem oder sonstig strafbarem Gedankengut verbreitet wurde. Allenfalls kann man annehmen, das der Verfasser nicht zu den Zeugen-Corona gehört.


Dafür ist man sich über die Rolle der Polizei nicht ganz einig. Solange sie Wasserwerfer gegen mißliebige Mitmenschen oder Andersgläubige einsetzt, ist sie ein nützliches Instrument der Corona-Gemeinde. Schreitet sie irgendo anders ein, natürlich nicht.

"Ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt."

In Berlin waren es aggressive, völlig enthemmte, rücksichtslose Wirrköpfe (usw.). Die Fäkalienwerfer im Hambacher Forst waren verantwortungsvolle Menschen mit höhrerem Ziel.

So soll es also aussehen.


Niemand weiß wirklich was in jedem einzelnen Kopf der Berliner Demonstranten vor sich ging. Ebensowenig wie im Hambacher Forst. Das äußere Ziel jedoch das beide Gruppen eint ist mit Hasstiraden oder Gewalt nicht durchzusetzen oder zu beschreiben.

Es geht in beiden Fällen gegen einen übergriffigen Staat, der Interessen von Individuen nicht beachtet und seine Ziele gegen den Willen einer Minderheit oder einer kleineren bzw. größeren Mehrheit durchsetzt. In einer wirklichen "Demokratie" stünde die Anfrage an das Volk und eine Mehrheitsentscheidung im Zentrum der folgenden Maßnahmen. Das sowohl in Berlin wie auch im Hambacher Forst für die Interessen der jeweils anderen Gruppe protestiert wird, mögen leider viel zu wenig Menschen einsehen. Oder stünde es etwa im Interesse der ZEIT-Kommentarhetzer zuhause eingesperrt zu werden, obwohl das Übertragungsrisiko im Freien am geringsten ist? Würden diejenigen, die für die Freiheit auf die Straße gehen, gern den letzten Wald vernichtet sehen?

Cui bono?