"Hands Off Markkleeberg!" oder einfach: Finger weg!

Das Ufer des Cossis zieren zur Zeit merkwürdige Schilder. Ob die ein Witzbold von "Leipzig" zu uns getragen und aufgestellt hat oder ob sie real und nur falsch gekennzeichnet sind, ist unbekannt.


Wenn die Landwirtschaft die Flächen braucht, können wir unsere Füße gern davon lassen. Vielleicht brüten ja auch Enten oder Schwäne. Bisons und ander Großtiere könnten u. U. auch gefährlich werden. Man hätte es nur ein wenig genauer, vielleicht auch ein wenig netter beschreiben können, um an das Verständnis der Seebesucher zu appelieren. Aber was solls ...

Bei der genaueren Betrachtung der "Warntafeln" fällt noch etwas auf, das völlig absurd ist:

Die Schilder stehen auf dem Gebiet von Markkleeberg und die "Stadt Leipzig" hat hier unseres Wissens nach, keine Rechte, irgendwelche Verbote auszuweisen. "NOCH, LIEBE NACHBARN, SIND WIR NICHT VON EUCH VEREINNAMT WORDEN!" Sicher, im Rathaus von "Leipzig" liegen wohl schon Pläne, die die Eingemeindung unserer Heimatstadt auch nach der "endgültigen" Entscheidung von 1999 als leipziger Begehrlichkeit erscheinen lassen. Noch 2017 sprang der damalige und noch heutige OBM aus Leipzig dabei ein wenig über das Ziel hinaus, als er auch noch Teile eines anderen Bundeslandes der "Stadt Leipzig" zuführen wollte. Wörtlich sagte er damals, als er in einem LVZ-Interview über Hunde für die Stadtpolizei nachdachte: "Alles, was im Dreieck des Autobahnrings liegt, gehört zu Leipzig. Ob Markranstädt oder Markleeberg. Jetzt können wir diskutieren, ob das 20 oder 50 Jahre dauert – aber es wäre vernünftig." Das diese Pläne, die unerwartet offenbar wurden auf deutlichen Widerspruch stießen, ist verständlich. Auch wenn nach Jung's Meinung "Leipzig" nicht nur wunderbar, sondern auch "ein Modell für die europäische Stadt" ist, werden sich die Lützener kaum auf den Wechsel des Bundeslandes und auf eine Übernahme freuen. Die beste Antwort der Vertreter der konkret ins Visier geratenen Gemeinden, gab Rayk Bergner, Oberbürgermeister von Schkeuditz: "Wer im Moment von einer Eingemeindung spricht, ist aus meiner Sicht gegen eine Zusammenarbeit und daher sollte der Oberbürgermeister an der Stelle nochmal überdenken, ob er die richtigen Worte gefunden hat."

HINWEIS: Da wir nicht wissen, ob die Schilder vielleicht doch von, oder im Auftrag der Markkleeberger Stadtverwaltung aufgestellt wurden - ggf. gibt es in Markkleeberg bislang keine - bitten wir AUSDRÜCKLICH darum sich an die Anweisungen zu halten. U. U. steht wirklich das Brüten von Wasservögeln oder etwas ähnliches im Zentrum des Betretungsverbotes, so dass das Ignorieren oder Mißachten schädlich ist. Oder kurz gesagt: "LEUTE, HALTET EUCH DRAN!"