Nur Totschlag - kein Mord

so meinte das Landgericht Cottbus einen Ehemann bestrafen zu müssen, der (nach WeLT) seine 27-jährige Frau vor den Augen ihrer und seiner Kinder in der Wohnung mit einem Küchenmesser angriff, ihr nach der Flucht über ein Vordach auf der Straße weitere Schläge versetzte und sie letztlich tötete, indem er ihren Kopf mehrfach "auf Steine" schlug. Dafür muss er nun für dreizehn Jahre ins Gefängnis.

Die Nebenklage sah, anders als das Gericht, mindestens zwei Mordmerkmale als erfüllt an: die geringen Beweggründe der Tat und die besondere Grausamkeit. Eine Ansicht, der wir uns auch anschließen. Wir sind zwar nur juristische Laien, aber die Vorstellung, dass ein Mensch der seiner Frau den Kopf mehrfach auf den Boden schlägt,  2028 oder 2029 wieder aus der Haft ent- und auf unsere Gesellschaft losgelassen werden kann, lässt uns nur Scham für die Rechtssprechung in diesem Land fühlen.